Geschichte
Die Geschichte der Bäckerei Möhring begann im Jahre 1908. Wilhelm Saran, der sein Handwerk in Köln lernte, kam nach Rathenow, baute sich ein Haus und eröffnete seine "Lebkuchen-, Keks- und Zwiebackfabrikation". Unter dem Namen "Wilsa" wurden seine Produkte in der Stadt bekannt. Mit seinem Schwiegersohn kam der Name Möhring dazu.
Die schwierige Versorgungslage im zweiten Weltkrieg brachte eine Änderung im Angebot. Fortan standen Brot und etwas später auch Brötchen auf dem Programm.
1959 übernahm Hans - Joachim Möhring das Geschäft. Er begann, Torten und Kuchen zu backen und damit Cafes und Restaurants zu beliefern. Dank der hohen Qualität bekamen die Torten von Möhring einen guten Ruf. Um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde 1980 umgebaut. Ein neuer Ladenraum entstand, daneben ein Herstellungsraum für die Konditorwaren.
Inzwischen ist die vierte Generation in dem Familienbetrieb tätig. Ingo Möhring, seit 1992 Bäckermeister, führt das Geschäft seit 1995. Und seit 1996 trägt der Bäcker aus Freude und Passion einen zweiten Meistertitel: den des Konditormeisters.
Die Geschichte der Familien Saran und Möhring – Familientradition der Bäckerei
27.06.1879 Wilhelm Saran wurde in Wust, Kreis Jerichow geboren. Sein Vatar Schmiedsmeister, Es gab drei Geschwister; Lieschen. Paul und Franz
06.08.1889 Margarete Heinsdorff, später Saran, wurde am Haveltor in Rathenow geboren, Vater hieß August und war Fischer. Margarethe hatte zwei Geschwister; August und Wilhelm.
01.11.1908 Wilhelm Saran eröffnete gemeinsam mit seiner Schwester in Rathenow/Neue Schleuse eine Keks-, Zwieback- und Honigkuchenproduktion.
April 1911 Wilhelm Saran heiratete Margarethe
16.09.1913 Tochter Eliese wurde geboren.
06.05.1909 Ernst Möhring wurde in Baruth in der Mark geboren.
02.01.1935 Ernst und Eiese heirateten in Mellensee bei Zossen.
16.01.1935 Tochter Johanna wurde geboren.
21.07.1936 Sohn Hans- Joachim wurde geboren
01.09.1950 Hans-Joachim begann seine Lehre bei Bäckermeister Wilhelm Steetz in Rathenow, Milower Str. 72 a
11.11.1957 Hans-Joachim legte seine Bäckermeisterprüfung in Helmsdorf bei Pirna ab.
29.08.1959 Haus- Joachim heiratete seine Rosa, geb. Mitterhofer.
01.09.1959 Hans-Joachim und Rosa eröffnen die eigene Bäckerei.
Zuvor hatte für ca. 6 Monate die Rote Armee darin gearbeitet. Nach längerem Leerstand übernahm Karl Kressin für 3 Jahre die Bäckerei. Die staatliche Handelsorganisation führte diese danach weiter.
Auch Herr Wilhelm Pfeiffer war hier tätig bis Bäckermeister Arthur Stein aus Rübehorst übernahm. Dieser beendete seine Tätigkeit nach 5 Jahren aus gesundheitlichen Gründen.
01.07.1963 Sohn Ralf wurde geboren. Gerne wäre er später Bäcker geworden. Das jedoch erlaubte eine festgestellte Mehlallergie nicht
02.06.1967 Ingo wurde gehören. Er hatte viele Berufspläne, die vom Clown bis zum Tierarzt reichten. Doch er wollte für das weitere Bestehen der Familientradition sorgen.
01.09.1983 Ingo begann seine Lehre bei Bäckermeister Haldy Oberländer- in Rathenow.
Nach Beendigung wurde er bei Vater Hans-Joachim als Bäcker beschäftigt. Weiteres Ziel wurde die Ausbildung zum Konditor, die er schon nach kurzer Zeit erfolgreich beenden konnte.
11/1987 Ingo musste für 18 Monate zum Grundwehrdienst. Schon dort konnte er seine Kochkünste bei der Obrigkeit in der Kantine unter Beweis stellen.
Feb.1992 Ingo beendete seine Bäckermeisterausbildung in Potsdam- Rehbrücke.
02.01.1995 Ingo übernimmt den väterlichen Betrieb und bereitete sich gleichzeitig auf die Konditormeisterprüfung vor, die er am 12.10.1996 ablegte.
Im Laufe der Folgejahre wurde es spannend und unruhig zugleich. Ingo ließ keine Gelegenheit aus, sich in diversen Vereinen aktiv ein¬zubringen und sich selbst täglich durch neue Aufgaben zu verwirklichen.
So zum Beispiel im Fachschulverein Bergholz-Rehbrücke, im Fremdenverkehrsverein Westhavelland oder in der Handwerkskammer was zusätzliche Aufgaben aber auch Erfolge zugleich bedeutete.
Ingos Motto: „Altes verändern und Neues schaffen, damit man später nicht an meinem Grabe steht und daran zweifelt ob ich je gelebt habe".